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Aussies
als Schlittenhunde
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Ich bin jemand der
seinen Tieren, ob
das früher Pferde waren ,oder jetzt Hunde sind, möglichst
viele verschiedene
Aktivitäten anbieten
möchte. Da ich vielseitig interessiert bin, möchte ich das
wenn
möglich auch umsetzen. Natürlich muß ich meine Tiere
dazu motivieren und
ob die Umsetzung meiner Vorstellungen überhaupt möglich
ist.Manche Leute sagen ich würde meine Hunde überfordern. Dem
kann
ich nur entgegensetzen, daß meine Hunde aufgeschlossen
für alles
Neue sind und vor allem mental ausgeglichen. Außerdem bin ich der
Meinung,
daß die meisten Hunde heutzutage unterfordert sind.
Man sollte doch ruhig einfach einmal etwas mit ihnen
ausprobieren. Je mehr ich von
meinen Hunden
fordere,
desto mehr können (und
wollen!!)
sie leisten.
Ich hatte schon lange die
Idee im Kopf meine
Hunde vor einem Trainingswagen zu fahren.
Aussies sind eigentlich
Hüte- hunde, aber nicht
jeder hat
eine Schafherde zu Hause.
So muß man sich eben etwas
anderes
einfallen lassen um unseren Vierbeinern
das Hüten
zu ersetzen und wo
sie trotzdem die Möglichkeit haben auch mal körperlich zu
arbeiten.
Meine Hunde machen mit mir zusammen Obediencesport. Da ist das Laufen
vor dem Trainingswagen oder
vorm Schlitten etwas
völlig
konträres, aber hier können sie sich einmal so
richtig auspowern. Und
noch ein
Punkt den man nicht vergessen darf. Wenn man mehrere Hunde hat ist das
Training
vor dem
Wagen eine gute Gelegenheit mit allen Hunden gleichzeitig
zu
arbeiten.
Im Oktober 2005 bot sich
mir
dann endlich die Gelegenheit mit diesem Sport anzufangen. Ich
erzählte in einer meiner
Unterrichtsstunden
von meiner Idee und siehe da, eine meiner
Kundinnen kannte eine "Musherin" (Hundeführerin beim
Schlitten- hundesport) bei sich im Dorf.
Natürlich war ich da gleich Feuer und
Flamme. Jeder der mich kennt, weis, da gibt es kein
Halten mehr bei mir. Also habe ich gleich mit
dieser Frau (Lilo Teipel) ein Treffen
arrangiert. Von da an ging alles sehr schnell. Ich brachte
meine beiden
Rüden Duke und Joey
mit und Lilo und ich spannten sie
mit einer
erfahrenen alten
Husky- hündin an.
Dann ging's los zu meiner ersten
Fahrt.
Lilo hatte eigentlich Bedenken, daß meine
Hunde
( 5 und 3 Jahre) vielleicht zu alt dafür sind um das Laufen im
Gespann zu lernen.
Aber weit gefehlt, unsere erste Runde ging schneller als gedacht. Nach
anfänglichem Kuddelmuddel hatte ich
sie dann endlich am
Laufen. Das Ganze ist nun ca. 8 Wochen her und nun
fahre ich schon
Sechsspännig.
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Alle Aussies im Dorf werden mit eingespannt.
Normalerweise sollte man
mit einem
rohen Hund
erst einmal einen leeren Schlitten oder
einen
Reifen ziehen, damit er sich an das Gewicht gewöhnt.
Gut,
ich hab das alles weggelassen
und habe sie mal
wieder überrumpelt. Komischer- weise
habe ich bisher
noch nie
Schwierigkeiten gehabt sie mit einer
neuen Situation vertraut zu machen. Sie sind da
schon einiges von mir
gewohnt. Einfach machen
und
probieren. Das Schwierigste beim
Fahrsport ist
eigentlich, dass man einen Leader hat. Das ist ein
Hund der die Führungsposition
im Gespann
übernimmt
und mitdenkt. Ein Leader wird geboren,
den kann
man nicht ausbilden. Außerdem müssen die Hunde geradeaus laufen und dürfen
nicht
schnüffeln, markieren ( was bei Rüden schon ein Problem ist )
oder gar andere
Hunde
von z.B. Spaziergängernanfallen. Auch können sie nur auf
Zuruf gelenkt
werden.
Wenn man dann vorne 2 gute Hunde laufen hat,
dann geht es mit dem
Anlernen ganzschnell.
Ich habe das Glück und habe gleich 2
Leader. Es sind meine 2
Rosebuddys Duke und Sugar.
Leider
kann ich Duke nicht vorne neben Sugar laufen lassen da er etwas
zu langsam für sie ist. Joey
und Sugar gehen exakt im Gleichklang.
Man sollte seine
Hunde natürlich so
einsetzen, daß das
Gespann dann gleichmäßig und ohne Störungen laufen
kann.
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Das
Schwierigste das mir noch bevorsteht
sind Überholmanöver von
anderen Gespannen. Das habe ich bis jetzt noch nicht geübt. Dazu
werde ich
dann mit
meinem Gespann
zu einem anderen Musher fahren und dies mit ihm trainieren. Das wird
nicht
einfach. Ich kann nur sagen, uns allen macht das Fahren sehr viel
Spaß und meine Hunde sind ganz heiß darauf. Das
bestätigt mich
mal wieder.
Jeder der etwas mit seinem Hund probieren möchte,
sollte dies
tun. Einen Versuch ist es wert. Ja, und wenn alles so läuft
wie
ich mir das vorstelle, werde ich mir
im nächsten Winter von Lilo
den Schlitten kaufen und
vielleicht an
einem
richtigen Schlittenhunderennen teilnehmen. Es gibt da nämlich auch
Klassen für andersrassige
Hunde als den für diesen Sport
typischerweise bekannten Husky.
Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Ausprobieren.
Iris Roeper
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